Prominente Gäste auf dem EUREF-Campus

Endlich normalisiert sich das Leben nach den langen Corona-Einschränkungen. Auf dem EUREF-Campus sind wieder zahlreiche Besucher zu sehen. Nachdem sich am 20. und 21. Juni die Spitzen der Unionsparteien mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vorsitzenden von CDU, Armin Laschet, und CSU, Markus Söder, zu einer Konferenz auf dem Campus trafen, war am 22. Juni die Vorsitzende der Berliner SPD, Franziska Giffey, zu Gast. Zu ihrer Delegation gehörten auch die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, und der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert.

Für den Vorstand der EUREF AG begrüßten Karin Teichmann und Reinhard Müller die Gäste auf der Plaza vor dem Gasometer, wo derzeit die Spiele der Fußball Europameisterschaft übertragen werden.

Erste Station des Rundgangs war der SolarHub von SunCrafter. Lisa Wendzich stellte die unabhängige Solaranlage vor, die als Ladestation für Mobiltelefone und Mikro-E-Mobilitätsgeräte dient.

Weiter ging es zur größten Baustelle auf dem Campus, dem Gasometer. Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, erläuterte das Vorhaben. Im Innern des Gasometers soll ein Gebäude entstehen, in dem 2.000 Arbeitsplätze geschaffen und das von der Deutschen Bahn genutzt werden wird.

Danach begrüßte Thomas Waldmann von Würth Elektronik Frau Giffey und ihre Gruppe. Ihr besonderes Interesse fand der CitKar Loadster. Beherzt setzte sie sich in das Lastenfahrrad und drehte eine Rund auf dem Campus. Die Kombination aus Fahrrad und Auto verfügt über einen leistungsstarken E-Motor, der das Treten der Pedalen erleichtert. Bis zu 235 kg kann der Loadster aufnehmen. Umwelttauglich, Radwegtauglich, Führerscheinfrei und Wettergeschützt.

Die anschließende Führung durch das Herzstück des EUREF-Campus übernahm Reinhard Müller persönlich. Von hier aus versorgt GASAG Solution Plus alle 25 Gebäude mit 165.000 Quadratmetern Gesamtfläche des EUREF-Campus über eine hochmoderne und effiziente Energiezentrale mit Wärme und Kälte. Drei Blockheizkraftwerke – zwei werden mit Biomethan, eines mit Erdgas betrieben – erzeugen nachhaltig erzeugte Energie. Drei Kälteanlagen kühlen ein Rechenzentrum und sorgen für angenehme Temperaturen auch im Sommer. Ist es draußen kühl, kann auf freie Kühlung umgeschaltet werden. Dazu kommt eine Power-to-Heat-/Power-to-Cold-Anlage, die Wärme und Kälte aus erneuerbarem Strom erzeugt.

Damit Elektrofahrzeuge auch voran kommt, sind Ladesäulen unerlässlich. Lex Hartmann von ubitricity erklärte Frau Giffey und ihrer Gruppe, wie das Laden funktioniert. Mit den Produkten von ubitricity ist es möglich, Energie für jedes Elektrofahrzeug überall zur Verfügung zu stellen. ubitricity steht für ubiquitous electricity. E-Fahrzeuge mit Energie aus regenerativen Ressourcen dort zu laden, wo immer sie parken, war das Ziel bei der Gründung von ubitricity 2008. ubitricity integriert die Batterie des Elektrofahrzeugs in das Stromnetz und macht so elektrisches Fahren so günstig wie möglich. Damit liefert ubitricity einen nachhaltigen Mehrwert.

Heute ist das Unternehmen mit Sitz in London und auf dem EUREF-Campus in Berlin einer der führenden Anbieter, wenn es um intelligente Lösungen rund um das Laden und Abrechnen von Elektroautos geht. Dabei verbindet ubitricity technisches Know-how wie die Entwicklung des mobilen Stromzählers mit den Möglichkeiten der Digitalisierung. ubitricity ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Shell.

Am 21. und 22. Juni stellte Hermes, der Paketdienst des Otto-Versands, auf dem EUREF-Campus seine neue Flotte an elektronischen Lastenfahrrädern vor. Franziska Giffey nutzte das zu einem Gespräch mit Marco Schlüter, dem Chief Operating Officer von Hermes. 28 elektrische Lastenräder und 14 elektrische Transporter ersetzen ab sofort im Innenstadtbereich Berlins die 50 Dieselfahrzeuge, die bislang dort eingesetzt wurden.

Den Rundgang auf dem Campus beendete Frau Giffey mit einem Gespräch in der neuen GASAG-Zentrale mit Vorstandschef Georg Friedrich.

Das gewohnte aktive Leben ist auf den EUREF-Campus zurückgekehrt. Gäste sind wieder herzlich willkommen. Die Hygieneregeln, die auch Testungen vorsehen, gelten vorerst weiterhin.

Redaktion: Ed Koch