Eine Bank – 7.001 Geschichten mit Reinhard Müller und Ursula Heinen-Esser
Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e. V., im Gespräch mit Reinhard Müller, Vorstand und Gründer der EUREF AG
Auf der Diversity-Bank – initiiert von der GASAG-Gruppe und gemeinsam mit der EUREF AG über den EUREF-Campus auf Wanderschaft geschickt – trafen sich Ursula Heinen-Esser und Reinhard Müller zum Austausch über Energie, Politik und Verantwortung. Ein Gespräch, das zeigt: Die Energiewende lebt von unterschiedlichen Perspektiven – und genau davon auch der Campus selbst.
Globale Krisen und lokale Resilienz
Mit Blick auf den Iran-Krieg sind sich beide einig: Die weltpolitische Lage verändert sich rasant. Deshalb müsse neben der CO₂-Reduktion stärker über Versorgungssicherheit gesprochen werden. Die mögliche Sperrung der Straße von Hormus wäre eine enorme Belastung für die globale Energieversorgung. Auf dem EUREF-Campus jedoch zeigt sich, wie Resilienz funktionieren kann: Sowohl in Berlin als auch am EUREF-Campus Düsseldorf wird Energie aus lokalen erneuerbaren Quellen gewonnen – von Wind und Sonne bis zu Biomethan und Seewasser.
Erneuerbare Energien als wirtschaftlicher Faktor
Dass erneuerbare Energien nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich sind, zeigt ein konkretes Beispiel: Laut aktueller Nebenkostenabrechnung zahlt der Bundesverband Erneuerbare Energie auf dem Campus für Heizen und Kühlen lediglich 1,11 € pro m² – deutlich unter dem marktüblichen Niveau von 2,50 – 3,00 € pro m². Möglich wird das durch energieeffiziente Gebäude, moderne Gebäudetechnik und ein automatisiertes Energiemanagement.
Mehr als Klimaschutz: Resilienz, Arbeitsplätze und Transformation der Energieversorgung
Für Heinen-Esser steht fest: Erneuerbare Energien sind heute weit mehr als Klimaschutz. Sie stehen für Resilienz, Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stärke und über 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Gleichzeitig sei die aktuelle politische Phase entscheidend dafür, wie schnell der Ausbau weiter vorankommt. Sie betont zudem, wie wichtig konkrete Beispiele aus der Praxis sind – und begrüßt, dass Unternehmer wie Reinhard Müller mit Projekten wie dem EUREF-Campus Best Practices liefern und damit die Energiewende aktiv voranbringen.
Auch Reinhard Müller betont die Bedeutung der Transformation: Bereits heute stammen rund 50 % des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien, etwa 24 % der gesamten Energieversorgung. Für ihn ist der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien alternativlos. Ursula Heinen-Esser schließt sich an und ergänzt, dass erneuerbare Energien nachweislich für stabile und langfristig niedrige Strompreise sorgen.
Der EUREF-Campus versteht sich dabei als Reallabor der Energiewende: In Berlin werden die Klimaziele der Bundesregierung für 2045 bereits seit 2014 erfüllt, in Düsseldorf sogar von Beginn an. Mit einem innovativen Seewassernutzungskonzept wird dort aufgezeigt, wie rund 2.500 Auskiesungen in Nordrhein-Westfalen für eine thermische Energieversorgung genutzt werden könnten.
Gemeinsam die Energiewende gestalten
Am Ende ihres Gesprächs sind sich beide einig: Die Energiewende gelingt, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten. Oder wie sie es auf der Diversity-Bank formulieren: Wir sind ein Team. Vielleicht ist genau das eine dieser 7.001 Geschichten: Zwei Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven setzen sich auf eine Bank und sprechen über die Zukunft der Energie. Auf dem EUREF-Campus passiert das jeden Tag – denn hier arbeiten über 7.000 Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, Unternehmen und Disziplinen gemeinsam an der Energiewende. Jede Begegnung bringt neue Ideen hervor. Jede Perspektive erweitert den Blick. Und jede dieser Begegnungen ist eine weitere Geschichte auf der Diversity-Bank.
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